


Mit Sander Coers’ Fotoserie POST erfährt die vermeintlich epistemische Struktur des dokumentarfotografischen Genres eine mediale Erweiterung. Die gezeigten Bilder sind teils mittels künstlicher Intelligenz generiert und scheinen dem der Dokumentarfotografie zugeschrieben Charakter des Authentischen zuwiderzulaufen. Coers’ Ausgangspunkt für dieses Projekt ist die Biografie seines Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs in Indonesien geboren wurde. Um sich diesem Teil, der im verborgenen liegenden Familiengeschichte anzunähern, eignet sich Coers die Amateurfotografien aus den Fotoalben seiner Großeltern an. Als Trainingsmaterial für die auf dieser Grundlage computergenerierten Bildräume bilden sie die Datenbasis, um historische Leerstellen spekulativ zu visualisieren. Es sind jedoch gerade diese vorgeblich authentischen „Aufnahmen“, die ein gewisses Unbehagen auslösen: Ähnlich dem menschlichen Gedächtnis, in welchem das Erfahrene retrospektiv stetig neu bewertet und umgedeutet wird, entwirft auch Coers’ fast filmisch anmutende Fotoserie eine zwischen Fakt und Fiktion oszillierende Landschaftsidylle, durchzogen von stereotypischen Männlichkeitsbildern und simulierten Erinnerungen.
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Mit Sander Coers’ Fotoserie POST erfährt die vermeintlich epistemische Struktur des dokumentarfotografischen Genres eine mediale Erweiterung. Die gezeigten Bilder sind teils mittels künstlicher Intelligenz generiert und scheinen dem der Dokumentarfotografie zugeschrieben Charakter des Authentischen zuwiderzulaufen. Coers’ Ausgangspunkt für dieses Projekt ist die Biografie seines Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs in Indonesien geboren wurde. Um sich diesem Teil, der im verborgenen liegenden Familiengeschichte anzunähern, eignet sich Coers die Amateurfotografien aus den Fotoalben seiner Großeltern an. Als Trainingsmaterial für die auf dieser Grundlage computergenerierten Bildräume bilden sie die Datenbasis, um historische Leerstellen spekulativ zu visualisieren. Es sind jedoch gerade diese vorgeblich authentischen „Aufnahmen“, die ein gewisses Unbehagen auslösen: Ähnlich dem menschlichen Gedächtnis, in welchem das Erfahrene retrospektiv stetig neu bewertet und umgedeutet wird, entwirft auch Coers’ fast filmisch anmutende Fotoserie eine zwischen Fakt und Fiktion oszillierende Landschaftsidylle, durchzogen von stereotypischen Männlichkeitsbildern und simulierten Erinnerungen.
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80331 München
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