


In ihrer Fotoserie Blyertspenna umkreist die Fotokünstlerin Eva Vei die Beziehung zu ihrer Cousine Kristina, einer jungen Frau im Autismus-Spektrum, die sich ihrem Umfeld ausschließlich nonverbal mitteilt. Das zwischen Schweden und Griechenland entstandene Projekt gewährt nicht nur einen sensiblen Einblick in die alltägliche Lebensrealität Kristinas, sondern dokumentiert vor allem die zwischenmenschliche Verbindung beider Frauen und ist damit zugleich als kollaborativer Teil ihrer Beziehungsbildung zu verstehen. Der Bleistift als titelgebender Protagonist durchzieht dabei nahezu alle fotografischen Aufnahmen. In seiner wiederkehrenden Präsenz verkörpert er ein zweckentfremdetes Objekt, das auf Kristina eine beruhigende Wirkung zu haben scheint. Im Spannungsfeld des Schauens und Zeigens entspricht das Medium der Fotografie im Sinne eines stummen Dialogs dabei ganz dem Charakter des überwiegend nonverbal vollzogenen Austausches. Gerade diese Betrachtungssituation evoziert eine Nähe zur Porträtierten, offenbart jedoch zugleich ein diametrales Wechselverhältnis: Kristinas Kommunikationsweisen entziehen sich gewohnten Mustern sozialer Codierung und eröffnen durch ihre Offenheit unterschiedliche Lesarten. Vei entwirft hierbei nicht nur ein wertschätzendes Porträt eines ihr nahestehenden Menschen, sondern öffnet damit auch einen Bildraum, in dem sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen im Autismus-Spektrum neu verorten kann.
Webseite:
Online Artist Talk | Blyertspenna
Die Künstlerin Eva Vei im Austausch mit Giulia Cramm (Kuratorin der Dokumentarfotografie Förderpreise, Wüstenrot Stiftung) zu ihrer fortlaufenden Werkserie „Blyertspenna“. Das vorab online aufgezeichnete Gespräch kann während der Dauer des Festivals hier angesehen werden. In englischer Sprache



In ihrer Fotoserie Blyertspenna umkreist die Fotokünstlerin Eva Vei die Beziehung zu ihrer Cousine Kristina, einer jungen Frau im Autismus-Spektrum, die sich ihrem Umfeld ausschließlich nonverbal mitteilt. Das zwischen Schweden und Griechenland entstandene Projekt gewährt nicht nur einen sensiblen Einblick in die alltägliche Lebensrealität Kristinas, sondern dokumentiert vor allem die zwischenmenschliche Verbindung beider Frauen und ist damit zugleich als kollaborativer Teil ihrer Beziehungsbildung zu verstehen. Der Bleistift als titelgebender Protagonist durchzieht dabei nahezu alle fotografischen Aufnahmen. In seiner wiederkehrenden Präsenz verkörpert er ein zweckentfremdetes Objekt, das auf Kristina eine beruhigende Wirkung zu haben scheint. Im Spannungsfeld des Schauens und Zeigens entspricht das Medium der Fotografie im Sinne eines stummen Dialogs dabei ganz dem Charakter des überwiegend nonverbal vollzogenen Austausches. Gerade diese Betrachtungssituation evoziert eine Nähe zur Porträtierten, offenbart jedoch zugleich ein diametrales Wechselverhältnis: Kristinas Kommunikationsweisen entziehen sich gewohnten Mustern sozialer Codierung und eröffnen durch ihre Offenheit unterschiedliche Lesarten. Vei entwirft hierbei nicht nur ein wertschätzendes Porträt eines ihr nahestehenden Menschen, sondern öffnet damit auch einen Bildraum, in dem sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen im Autismus-Spektrum neu verorten kann.
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Kontakt
office@fotodoks.de
Festivaladresse
Architekturgalerie München
Blumenstr. 22
80331 München
Die Ausstellung 2025 ist nun geschlossen.
Pressestelle
press@fotodoks.de
Presse Downloadbereich
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