


Ausgehend von Tunesien erfasste der Arabische Frühling im Jahr 2010 in weiten Teilen arabischsprachiger Länder eine Bürgerbewegung, die durch landesweite Proteste gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit eine Welle gesellschaftlicher und politischer Umbrüche auslöste. Ein Jahr später erreichte der kollektive Ruf nach Veränderung auch Libyen. Der in der Folge ausgelöste Bürgerkrieg versetzte das Land in einen Zustand einer bis heute anhaltenden Instabilität und politischen Spaltung. Mit seinem multimedial angelegten Langzeitprojekt Anton’s Hand is Made of Guilt. No Muscle or Bone. He has a Gung-ho Finger and a Grief-stricken Thumb zeichnet der Fotograf Edgar Martins eine sechs Jahre andauernde Spurensuche nach seinem Freund und Kollegen – dem südafrikanischen Fotojournalisten Anton Hammerl – nach, der 2011 in den Wirren des libyschen Bürgerkrieges von Muammar al-Gaddafi nahestehenden Truppen ermordet wurde. Das daraus entstandene visuelle Archiv versammelt unterschiedlichste Indizien und Zeitlichkeiten: beginnend bei Orten und Personen, die Martins als stille Zeug*innen potenziell Aufschluss über den Verbleib von Hammerl geben, bis hin zu Bildfragmenten von Handyfotos aus Darknet-Foren, unterläuft Martins’ visuelle Rekonstruktion nicht nur die gängigen Mechanismen der Kriegsberichterstattung, sondern berührt auch zentrale Fragen zur Darstellbarkeit von Konflikt, Verlust und Trauma.
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Ausgehend von Tunesien erfasste der Arabische Frühling im Jahr 2010 in weiten Teilen arabischsprachiger Länder eine Bürgerbewegung, die durch landesweite Proteste gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit eine Welle gesellschaftlicher und politischer Umbrüche auslöste. Ein Jahr später erreichte der kollektive Ruf nach Veränderung auch Libyen. Der in der Folge ausgelöste Bürgerkrieg versetzte das Land in einen Zustand einer bis heute anhaltenden Instabilität und politischen Spaltung. Mit seinem multimedial angelegten Langzeitprojekt Anton’s Hand is Made of Guilt. No Muscle or Bone. He has a Gung-ho Finger and a Grief-stricken Thumb zeichnet der Fotograf Edgar Martins eine sechs Jahre andauernde Spurensuche nach seinem Freund und Kollegen – dem südafrikanischen Fotojournalisten Anton Hammerl – nach, der 2011 in den Wirren des libyschen Bürgerkrieges von Muammar al-Gaddafi nahestehenden Truppen ermordet wurde. Das daraus entstandene visuelle Archiv versammelt unterschiedlichste Indizien und Zeitlichkeiten: beginnend bei Orten und Personen, die Martins als stille Zeug*innen potenziell Aufschluss über den Verbleib von Hammerl geben, bis hin zu Bildfragmenten von Handyfotos aus Darknet-Foren, unterläuft Martins’ visuelle Rekonstruktion nicht nur die gängigen Mechanismen der Kriegsberichterstattung, sondern berührt auch zentrale Fragen zur Darstellbarkeit von Konflikt, Verlust und Trauma.
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Blumenstr. 22
80331 München
Die Ausstellung 2025 ist nun geschlossen.
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