We Grew Up With Gum In Our Hair, 2002–2015

Annie Flanagan untersucht die tiefe Verwurzelung geschlechterbezogener Gewalttaten in der amerikani- schen Gesellschaft sowie mentale und soziale Probleme, die damit einhergehen. Sie beginnt ihre Projekte meist aufgrund von Erlebnissen, die sie oder Menschen in ihrer Umgebung gemacht haben und betrachtet dann, wie diese Erfahrungen in einem weiter reichenden Radius und in unterschiedlichen Situationen existie- ren. „We Grew Up With Gum In Our Hair“ startete sie, als ihre beste Freundin Hannah ihren Freund verließ, der sie misshandelte. Hannah war in dieser Beziehung eine lange Zeit emotionalem Trauma ausgesetzt, in der sie wenig Kontrolle und keine Hoffnung auf ein Entkommen hatte. Das Projekt, das Teil der größeren Werkgruppe „Deafening Sound“ ist, konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und posttraumatischer Belastungsstörung.