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Past is Wow – Über die Freude in Archiven zu Wühlen

Ein Podiumsgespräch mit Klaas Dierks (Wissenschaftler, Künstler und leidenschaftlicher Sammler), Luka Knezević-Strika (Belgrade Raw), Bettina Lockemann (Künstlerin) und Dr. Ulrich Pohlmann (Leiter der Fotografischen Sammlung/Münchner Stadtmuseum), moderiert von Eva Leitolf (Künstlerin)

Klaas Dierks
Klaas Dierks
Bettina Lockemann
Bettina Lockemann
Eva Leitolf (Foto: Bartosz Galus)
Eva Leitolf (Foto: Bartosz Galus)
Luka Knezević-Strika
Luka Knezević-Strika
Dr. Ulrich Pohlmann
Dr. Ulrich Pohlmann

MaximiliansForum

Welches Potential birgt die Arbeit mit analogen und digitalen Archiven? Welche Motivation und Faszination liegen der Sammlerleidenschaft und der Beschäftigung mit Geschichte zugrunde? Von welchen Fragestellungen und welchen wissenschaftlichen und ästhetischen Interessen wird die archivarischen Arbeit begleitet? Und wie könnten Archive der Gegenwart aussehen?

Die Teilnehmer dieser Podiumsdiskussion versuchen alle, jeder auf eigene Art und Weise, die wachsende Flut der Bilder greifbar zu machen. Gemeinsam sprechen sie über ihre Freude am Schaffen neuer und der Strukturierung bestehender Sammlungen.

Klaas Dierks

studierte Behindertenpädagogik und Anglistik sowie Visuelle Kommunikation (Fotografie und Film) an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Seit Kindertagen ist er eifriger Sammler – mit wechselnder Ausrichtung aber immer mit historischem Bezug. Klaas Dierks nahm an zahlreichen Foto- und Film-Festivals teil und veröffentlichte diverse wissenschaftliche Publikationen zur Blindenpädagogik und der Foto- und Filmgeschichte. Seit 2011 ist er als hauptamtlich Lehrender am Institut für Kunstwissenschaften, Filmwissenschaften und Kunstpädagogik an der Universität Bremen tätig.

Luka Knežević-Strika

ist Bildender Künstler mit Lebensmittelpunkt in Belgrad, Serbien. Er ist Mitbegründer des Fotografenkollektivs Belgrade Raw und des AiR Program MultiMadiera auf der Insel Madeira, Portugal. Zu einem seiner künstlerischen Projekte gehört darüber hinaus die Auseinandersetzung mit dem fotografischen Archiv der Stadt Bor in Serbien, Standort einer der größten Kupferminen Europas.

Bettina Lockemann

ist Künstlerin und Wissenschaftlerin im Feld der Fotografie. Nach einer Lehre zur Fotografin studierte sie künstlerische Fotografie und Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und promovierte im Fach Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie war fünf Jahre lang Professorin für Praxis und Theorie der Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Publikationen umfassen unter anderem archivalien (Magazin, 2015), Vom Rand aus (Künstlerbuch, 2013), Kontaktzonen (Katalog, 2011), Das Fremde sehen (Dissertation, 2008).

Dr. Ulrich Pohlmann

ist seit 1991 Leiter der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum und Kurator zahlreicher monografischer und thematischer Ausstellungen zur Fotografie sowie Herausgeber und Autor internationaler Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte der Fotografie und zur zeitgenössischen Fotografie, zuletzt zu Hermann Landshoff (2014).

Eva Leitolf

hat Fotografie an der Universität GH Essen und Kunst (MFA) am California Institute of the Arts, Los Angeles studiert. Die kritische Auseinandersetzung mit Praktiken der Bildproduktion und der Bildkontextualisierung ist ein zentraler Aspekt aller ihrer Arbeiten, die gesellschaftliche Phänomene wie Kolonialismus, Rassismus und Migration untersuchen. Neben zahlreichen Ausstellungen, war sie 2008 sie für den Deutsche Börse Photography Prize nominiert und erhielt 2012 in ein Jahresstipendium für die Villa Massimo in Rom. Als Bücher erschienen Postcards from Europe (2013), Deutsche Bilder – eine Spurensuche (2008), und Rostock Ritz (2004).