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Komšiluk – Nachbarschaften und Identitäten im Wandel

Ein Podiumsgespräch mit Ana Adamović (Künstlerin und Kuratorin), Jörg Gläscher (Fotograf), Vedrana Madžar (Fotografin, Filmwissenschaftlerin und Kuratorin) und Merlin Nadj-Torma (Fotografin), moderiert von Prof. Marie-Janine Calic (Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München)

Ana Adamović
Ana Adamović
Vedrana Madžar
Vedrana Madžar
Jörg Gläscher
Jörg Gläscher
Merlin Nadj-Torma (Foto: Frank Schinski)
Merlin Nadj-Torma (Foto: Frank Schinski)

MaximiliansForum

Sowohl in die Geschichte Ex-Jugoslawiens, als auch Deutschlands ist die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eingeschrieben – dort wurden aus einem Land sieben, hier aus zweien wieder eins. Was machen solche staatlichen Entscheidungen mit den Menschen? Mit einstigen Nachbarn, mit bekannten Bezugssystemen und lieb gewonnenen Traditionen? Und was bedeuten die Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Monate und Jahre für die Individuen und ihr Selbstverständnis? Wie steht es um das Konzept 'Europa' und die entsprechenden Hoffnungen und Enttäuschungen, die daran geknüpft sind? Ein Denkansatz.

Ana Adamovic

(*1974, Belgrad) setzt sich in individuellen und kollektiven Projekten mit Fragen der Identität und Erinnerung auseinander und nutzt dafür die Medien Fotografie und Video. Sie studierte Literaturwissenschaft an der Universität Belgrad und Fotografie am Art Institute of Boston. Momentan ist sie Doktorandin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie ist Gründerin der Kiosk-Plattform für zeitgenössische Kunst in Belgrad.

Jörg Gläscher

(*1966, Osnabrück) absolvierte eine Fotografen-Lehre in Hamburg und studierte ab 1996 in der Fachklasse von Timm Rautert künstlerische Fotografie. Neben Reportagen für deutsche Magazine verfolgt er persönliche Projekte wie Zu Fuß durch Bosnien, Der Tod kommt später, vielleicht (zu sehen bei Fotodoks 2011) oder die bei Fotodoks ausgestellte Arbeit Echoland, über das Ringen um Europa.

Vedrana Madžar

(*1982) Die Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin studierte Drama Arts an der Universität der Künste in Belgrad und Kunst im Kontext an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Sie veröffentlicht Texte zur jugoslawischen Kultur und dem Partisanenfilm. Unter anderem kuratierte sie 2015 und 2011 im Kino Arsenal Berlin jugoslawische Filmreihen und leitete gemeinsam mit Dr. Gal Kirn das goEast Symposium in Wiesbaden.

Merlin Nadj-Torma

(*1979) arbeitet seit ihrem Abschluss des Kommunikations-Design-Studiums mit Schwerpunkt Fotografie an der Fachhochschule Hannover als freie Fotografin in Berlin. Als Tochter von Migranten, die der ungarischen Minderheit in Serbien angehören, behandeln viele ihrer Arbeiten das Leben auf dem Balkan sowie Themen wie Migration und Religion. Von 2011-2013 lebte sie im Heimatort ihres Vaters in Serbien und arbeitete unter anderem an der bei Fotodoks ausgestellten Arbeit Here is everything as 22 stars :-). Der Buchdummy zum Projekt war 2014 auf der Shortlist des Fotobookfestival Kassel–Dummy Award.