Podiumsdiskussion: Bildrauschen

Die erste Runde am Lagerfeuer der Theoriepraxis und der Einstieg um lautstark über die Stille der Fotografie zu reden. Die erste Runde am Lagerfeuer der Theoriepraxis und der Einstieg um lautstark über die Stille der Fotografie zu reden.

The silence of the photograph. One of its most precious qualities, unlike cinema and television, which always have to have silence imposed on them – though no-one ever succeeds in this…. Whatever the noise and the violence around them, photographs return objects to a state of stillness and silence… They are the only way of passing through cities in silence, of moving through the world in silence. (Jean B.)

Wir halten alle Schubladen offen und befragen ganz leise die heterotrophe Runde über ihre Erfahrung und die Kunst die richtige Lücke für ihre Bilder zu finden oder die richtigen Bilder für ihre Lücke. Es wird um weisse Wände gehen, die Ethik des Museum, Buchdeckel, Copyshops, Blogs, assoziale Netzwerke und die Lust Fotos zu zeigen, zu archivieren oder zu löschen. Und evtl. auch um Fussball und Frauen oder gar Frauenfussball.

Mit in der Runde: Swantje Grundler, Eva Leitolf (Fotografin), Ulrich Pohlmann (Leiter Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums), MiCamera (Mailand). Gesprächsleitung: Jörg Koopmann.

Donnerstag, 13 OKT 15.30 Uhr MaximiliansForum

Vortrag & Werkgespräch mit Thomas Dworzak

 ”I like the fact that I am not in control, that the photographs are what happens, rather than the result only of the decision I make. You could say that’s the downside of photography, but it’s also why it is magic.” (Thomas Dworzak)

In seiner Arbeit geht Thomas Dworzak über die klassische Dokumentarfotografie hinaus und ergänzt seine Bilder mitunter durch Film Stills und gesammelte Fotografien. Im Gespräch mit Andreas Wellnitz vom ZEITmagazin spricht er über die Suche nach hintergründigen Themen und neue Wege der Dokumentarfotografie.

Thomas Dworzak (geb. 1972 in Kötzing) fotografierte den Krieg im ehemaligen Jugoslawien und lebte von 1993 bis 1996 in Georgien. In dieser Zeit dokumentierte er die Konflikte in Tschetschenien, Bergkarabach und Abchasien. Seit 2004 ist Dworzak Vollmitglied von MAGNUM und verfolgt hauptsächlich die Konflikte, die im Zusammenhang mit den 9/11-Attentaten stehen.

Foto: © Sarah Shatz

Unkostenbeitrag: 6 €

Donnerstag, 13 OKT 19.00 Uhr MaximiliansForum

DOK.fest zu Gast

Das Münchener Dokumentarfilmfestival DOK.fest zu Gast bei FotoDoks. Das heisst über den eigenen Tellerrand hinausschauen, sehen was die anderen machen. FotoDoks ist froh dieses Jahr erstmalig mit dem Dok.fest zu kooperieren.

DOK.fest präsentiert:

BAD BOY KUMMER
Er lieferte grandiose Interviews z.B. mit Sharon Stone, Sean Penn oder Quentin Tarantino, die frei erfunden waren. Der Schweizer Journalist Tom Kummer versorgte jahrelang seriöse Publikationen wie das SZ Magazin – bis er aufflog. Porträt einer selbstzerstörerischen Täuschung und gleichzeitig ein Spiegel der Abgründe unserer Medien.

BAD BOY KUMMER
CH/DE 2010; Länge: 92 min; Regie: Miklós Gimes; Kamera: Filip Zumbrunn

LINK: DOK.fest

 

Freitag, 14 OKT 16.00 UHR Filmmuseum St.-Jakobs-Platz 1

Podiumsdiskussion: Am Stammtisch der Bildproduzenten und -konsumenten

“Let’s talk about football and women. Gerhard, why don’t you start?” Silvio B.

Am Stammtisch versammeln sich fünf Leute vom Fach um sich der Ausgangsfrage zu stellen: „Was ist für Sie aktuell, was ist relevant?“ Wie werden Aktualität und Bedeutung im Hinblick auf Wahrnehmung, Umgang und Wirksamkeit von Dokumentarfotografie definiert.

Bildproduzenten und Bildkonsumenten sprechen über das beschleunigte Foto, verzerrte Wahrnehmung und verstrahlte Themen der Fremdbeobachtung. In welchem Kontext begegnen wir welcher Art von Bildern? In wie weit prägen sie unsere Wahrnehmung der Realität und wie stark beeinflussen sie die Arbeit mit und die Produktion von Bildern?

Mit im Spiel: Gürsoy Dogtas (Herausgeber Matt / München), Timm Klotzek (Redakteur Süddeutsche Zeitung / München), Lars Willumeit (Photo Director DU / Zürich), Gaia Tripoli (Picture Editor / Mailand), Maurice Weiss (Agentur Ostkreuz/Berlin). Gesprächsleitung: Jörg Koopmann.

Freitag, 14 OKT 19.00 UHR MaximiliansForum

Vortrag und Werkgespräch:Christopher Anderson und Moises Saman

“Emotion or feeling is really the only thing about pictures I find interesting. Beyond that it is just a trick.” (Christopher Anderson)

Christopher Anderson und Moises Saman, zwei Magnum-Fotografen mit einem je eigenen dokumentarischen Ansatz. Anderson bezeichnet seine emotional aufgeladenen Aufnahmen als „experiential documentary“, während Moises sich vornehmlich auf die Kriegsberichterstattung konzentriert. Gemeinsam mit Ralf Zimmermann (SZ-Magazin) diskutieren die Fotografen anhand ihrer Arbeiten über ihren Zugang zu dokumentarischen Geschichten und Fragestellungen.

Christopher Anderson (geb. 1970 in Britisch Kolumbien) verbrachte einen Großteil seiner Jugend in Texas und Colorado, bevor er nach New York ging. 2002 trat Anderson der VII Agency bei. Seit 2007 ist er ein Vollmitglied von MAGNUM.

Moises Saman (geb. 1974 in Lima) ist in Spanien aufgewachsen und war von 2000 bis 2007 als Fotograf für „Newsday“ in New York tätig. Seit 2001 konzentriert er sich in seiner Arbeit auf den Israelisch-Palästinensischen Konflikt, den Krieg in Afghanistan und im Irak sowie auf Projekte in Pakistan, Nepal, Haiti, dem Libanon und Südamerika. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt er 2007 einen World Press Photo Award für seine Dokumentation der Präsidentschaftswahlen in Haiti. Moises ist Mitglied von Magnum und lebt in New York.

Unkostenbeitrag: 6 €

Samstag, 15 OKT 19.00 Uhr MaximiliansForum

FotoDoks Feier

FotoDoks-Preisverleihung
Eine der in der FotoDoks-Ausstellung UNGLAUBLICH – INCREDIBILE gezeigten Arbeiten wird 2011 mit dem von Leica gestifteten Preis ausgezeichnet.
Im Rahmen der Preisverleihung werden außerdem die fotografischen Ergebnisse aus dem Magnum Workshop präsentiert.

FotoDoks-Fest
im Anschluss an die Preisverleihung bis 4.00 Uhr

Ehrliche Freude, wahres Vergnügen, gute Musik mit den DJs Jonas Imbery, Michi Mettke & Rhytm Police. Eintritt frei.

 

 

 

 

 

 

 

 

RhytmPolice Foto: © Volker Stock

Samstag, 15 OKT 21.00 Uhr MaximiliansForum

Vortrag: Migropolis

Der Philosoph und Forscher Wolfgang Scheppe hat mit Architekturstudenten der Universität Venedig am Beispiel der Lagunenstadt die „Eskalationen der Globalisierung“ untersucht.

Valeria Burgo, langjährige Mitarbeiterin an Scheppes Projekt MIGROPOLIS, wird erstmals vor deutschem Publikum über die Entstehung und Arbeit an dem „Project of a Global Situation“ sprechen.

Preisgekrönt ist das bei Hatje-Cantz erschienene Buch, das in 1.400 Seiten mit Fotos, Grafiken, Einzelfallstudien, Essays und Bewegungsprofilen das umfassende Stadtportrait eines „urbanen Prototyps der Festung Europa“ dokumentiert.

Sonntag, 16 OKT 15.30 UHR MaximiliansForum